Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

-Offenbarung 21,5

Das Wort der Jahreslosung 2026 findet sich im letzten Buch der Bibel. Es ist Teil einer Vision, die dem Seher Johannes auf der Insel Patmos zuteilwird, wohin ihn die römischen Behörden verbannt haben.

Vor seinem inneren Auge wird da in großartigen Bildern ausgemalt, wie die neue Welt aussehen wird, die Gott verheißen hat. Sie wird dann entstehen, wenn die jetzige Welt zu dem von Gott bestimmten Zeitpunkt an ihr Ende kommen wird.

Christen erwarten dies in Verbindung mit der Wiederkunft Jesu Christi am Ende der Tage. Die Erfüllung der Vision liegt in der Zukunft. Doch ihr Licht leuchtet schon in unsere Gegenwart hinein. Man kann es mit dem Licht eines Leuchtturms vergleichen, der den Schiffen auf dem Meer in der Dunkelheit den Weg weist. Oder mit dem Licht von Häusern oben auf einem Berg, das bis weit ins Tal zu sehen ist. Oder auch – was hier in der Gegend eher der Fall ist – mit Lichtern am Ende einer großen freien Fläche.

Solche Lichter stellen uns Ziele vor Augen, sie helfen uns, in der Dunkelheit den richtigen Weg zu finden. In unserer oftmals so verdunkelten und unübersichtlichen Welt stellt uns das Wort der Jahreslosung ein Ziel vor Augen, auf das zuzugehen

sich lohnt. Freilich versprechen sich Menschen in vielen Fällen nicht viel von so einem Ziel in der Zukunft. Sie sehnen sich eher nach der „guten alten Zeit“ zurück.

Doch den Weg in die Zukunft kann nur gehen, wer bereit ist loszulassen und sich nicht am Vergangenen festklammert.

An etwas, das so, wie es gewesen ist, nicht wiederkommen wird. Siehe, ich mache alles neu. Dieses Wort hat auch im Angesicht des Todes seinen Ort. Immer wieder wird es bei Beerdigungen und auch in Gottesdiensten am Totensonntag als Wort des Trostes gebraucht. Das Leben, das in dieser Welt an sein Ende gekommen ist, ist nicht verloren. Sondern Gott wird es in der zukünftigen Welt in neuer Weise schenken. Denn dort wird der Tod nicht mehr sein.

Als Wort der Vergewisserung, dass wir von Gott etwas erhoffen dürfen, möge uns die Jahreslosung durch das neue Jahr begleiten – und uns Mut machen, in dieser Welt schon Dinge zum Positiven zu verändern als Vorzeichen für das Neue, das Gott verheißen hat.

Auslegung der Jahreslosung 2026 von Pfarrer i. R. Christoph Müller

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