Kriegsgräber

Kriegsende 1945 im Raum Apen 

Im Frühjahr 1945 rückten alliierte Truppen – vor allem kanadische, polnische und britische Soldaten – aus Richtung Niederlande und Emsland über verschiedene Routen in den Nordwesten vor. Ihr Ziel war es, die noch von deutschen Einheiten gehaltenen Orte wie Leer, Emden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Bremen einzunehmen. Im Verlauf der Ereignisse erstreckten sich mehrere Angriffsachsen über die Region, die zu unterschiedlichen Kampfhandlungen führten und dabei variierende Grade der Zerstörung verursachten. Auch die Gemeinde Apen blieb von diesen Auswirkungen nicht verschont. 

 

 

Die Gemeinde Apen in den letzten Kriegstagen 

Auch ohne große Bodenkämpfe war die Bevölkerung stark vom nahenden Kriegsende betroffen: 

Im Gemeindegebiet kam es in den letzten April- und Maitagen 1945 zu Artilleriebeschuss und Tieffliegerangriffen. Brücken und Straßen wurden zur Sprengung vorbereitet; einige wurden beschädigt, andere – wie die Brücke bei Brüggemann – blieben nur teilweise zerstört. Auch in Apen trafen während der Endphase des Krieges mutige Bürger, die sich gegen sinnlose Verteidigungsmaßnahmen einsetzten und dabei ihr Leben riskierten, auf ideologisch verhaftete Kräfte mit nationalsozialistischem Gedankengut, die an ihren Überzeugungen festhielten. 

Viele Menschen warteten in großer Angst auf das Ende der Kämpfe und auf das, was danach kommen würde. 

Anfang Mai 1945 brach die deutsche Verteidigung zusammen. Alliierte Truppen rückten über Apen, Westerstede und Bad Zwischenahn Richtung Oldenburg vor. Am 5. Mai 1945 trat für den gesamten Nordwesten eine Waffenruhe in Kraft – der Krieg war in der Gemeinde Apen beendet. 

Für die Bevölkerung vor Ort bedeutete das Kriegsende vor allem Erleichterung: Die akute Bedrohung durch Beschuss war vorbei, doch Unsicherheit, Hunger und Versorgungsengpässe prägten den Alltag. Gleichzeitig begann eine völlig neue Ära, geprägt vom Wunsch nach einem Neuanfang, der Rückkehr von Soldaten und der Ankunft von Flüchtlingen aus den ehemaligen Ostgebieten. 

 

 

 

Kriegsende 1945 in Augustfehn 

Augustfehn blieb im Zweiten Weltkrieg zwar von direkten Kampfhandlungen weitgehend verschont, doch der Krieg war allgegenwärtig. Ständig erreichten die Menschen beunruhigende Nachrichten von der Front, der Alltag war eingeschränkt und von Sorge geprägt. 

Gegen Ende April 1945 begann die gewohnte Ordnung auch in Augustfehn zu zerfallen. In der Eisenhütte hatte die Marine ein großes Lager eingerichtet. Als das Kriegsende näher rückte, plünderten Einwohner dieses Lager und nahmen mit, was im Alltag dringend gebraucht wurde – es wurden Glühbirnen, Toilettenpapier, Farbe, Zwirn, Leder, Fensterglas, Bleistifte und andere Dinge in Handwagen weggeschafft. 

Da Mangel herrschte, konnte alles gebraucht werden: Glühbirnen mit 110 Volt brachte man zum Beispiel zu Fritz Bölts, der in der Mühlenstraße eine Tauschstelle betrieb. Er funktionierte die Glühlampen um und machte sie damit einsatzbereit. Es herrschte Mangel an allem und immer wieder kam es zu Stromabschaltungen. Abends blieb es oft dunkel, alte Gaslampen wurden wieder genutzt. Der Tauschhandel gewann an Bedeutung, da viele Waren kaum noch erhältlich waren. 

Kurz vor Kriegsende zeigte ein Einwohner besonderen Mut. Der Arzt Dr. Niemann versuchte, den Volkssturm davon abzuhalten, Straßensperren zu errichten, die Augustfehn zusätzlich gefährdet hätten. Für seinen Widerstand wurde er angezeigt, verhaftet und sogar zum Tode verurteilt. Nur durch das Eingreifen eines Kollegen überlebte er. 

Dennoch zog am 1. Mai 1945, ein Tag vor dem Einzug der polnischen Truppen, ein deutsches Sprengkommando durch Augustfehn. Brücken und wichtige Straßenpunkte sollten zerstört werden, um den Vormarsch der Alliierten aufzuhalten. Eine der Brücken wurde beschädigt, blieb jedoch glücklicherweise zum Teil erhalten. Zwei Tage später, am 3. Mai 1945, verließen die französischen Kriegsgefangenen, die im Ort untergebracht waren, ihr Lager und machten sich auf den Heimweg. 

Mit dem Kriegsende am 8. Mai 1945 begann auch in Augustfehn ein mühsamer Neubeginn. Lebensmittel waren knapp, der Alltag blieb entbehrungsreich, doch viele Menschen verband die Hoffnung auf Normalität – und auf einen dauerhaften Frieden.

 

 

 

Kriegsende 1945 in Godensholt 

Im April 1945 rückten kanadische Soldaten immer weiter Richtung Küstenkanal vor. Von Süden kommend hatten sie bereits den Raum Cloppenburg erreicht und stießen dann auf die deutsche Frontlinie bei Edewecht und Osterscheps. Diese Orte wurden vorher stark beschossen und erlitten schwere Schäden. Nachdem die Alliierten den Küstenkanal überquert hatten, zogen sich die deutschen Soldaten weiter zurück – viele von ihnen kamen nach Godensholt. 

In Godensholt lagen vor allem junge Marinesoldaten, die als „letztes Aufgebot“ eingesetzt wurden. Daran erinnern noch heute die Soldatengräber auf dem Friedhof. Am Morgen des 29. April 1945 erreichten die Kämpfe das Dorf direkt: Mehrere Höfe – unter anderem der Familien Specht, Oltmanns, Harbers, Remmers und Fleßner – gerieten durch Leuchtspurgeschosse in Brand. Vor den Höfen Specht und Klasing kamen drei Marinesoldaten ums Leben. 

In diesen letzten Kriegstagen flogen häufig Tiefflieger über die Gegend. Sie schossen auf alles, was sich am Tag bewegte. Deshalb konnten verletzte Soldaten oder Truppen nur nachts versorgt werden. Die Versorgung der deutschen Soldaten lief über den Hof Wilhelm Janßen, und die Kommandostelle befand sich zeitweise auf dem Hof Bunge. Viele Familien aus Godensholt flohen ins Moor, um den Kämpfen zu entgehen. Dort bauten sie einfache Erdlöcher oder Schutzwälle, die sie „Bunker“ nannten. Mitnehmen konnten sie nur das Nötigste. Lebensmittel wurden im Garten oder unter Hecken versteckt, Wertgegenstände sogar vergraben – oft wurden sie trotzdem gestohlen. Kurz vor Kriegsende sprengten deutsche Soldaten die Kreuzung Hauptstraße/Edewechter Straße. Der große Krater wurde nach dem Krieg nur grob mit Sand gefüllt. 

Allein im Raum Edewecht und Osterscheps starben in den letzten Kriegstagen über 400 deutsche und rund 300 kanadische Soldaten. Die in Godensholt Gefallenen wurden auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Die dortigen Grabkreuze erinnern noch heute an sie.

 

 

 

Kriegsende 1945 in Vreschen-Bokel 

Im April 1945 rückten alliierte Truppen immer näher an Vreschen-Bokel heran. Der Krieg war nun auch im Dorf deutlich zu spüren. Die neue Schule – heute das Bokler Dörpshus – wurde geräumt und als Lazarett genutzt. Auf dem Dach brachte man ein großes rotes Kreuz an, um das Gebäude vor Beschuss zu schützen. 

In dieser Zeit kam es vermehrt zu Angriffen durch Tiefflieger. Züge und Fahrzeuge wurden beschossen. In der Nähe von Holtgast traf es einen Personenzug; dabei kam eine schwangere Frau ums Leben. Auch ein Sanitätswagen, der das Lazarett versorgte, wurde bei einem Angriff zerstört. 

Ende April erreichte der Artilleriebeschuss Vreschen-Bokel selbst. Granaten schlugen in mehrere Häuser ein, unter anderem am Brückenweg, an der Hauptstraße und in der Salzgasse. Menschen wurden verletzt, Tiere starben. Am 27. April 1945 kam ein deutscher Soldat auf der Hauptstraße ums Leben, als er, auf einem Türblatt von Kameraden getragen, auf dem Weg ins Lazarett war. Er wurde später auf dem Friedhof beigesetzt.* 

Kurz vor dem Einmarsch der Alliierten versuchten deutsche Truppen, Straßen und Brücken zu zerstören. Auch die große Brücke beim „Adler“ sowie Teile der Bahnlinie wurden gesprengt. Um weiteren Beschuss zu verhindern, nahmen polnische Zwangsarbeiter aus dem Ort Kontakt zu polnischen Soldaten auf, die bereits in Detern standen. Sie erklärten, dass sich keine deutschen Truppen mehr in Vreschen-Bokel befanden. Daraufhin wurde der Beschuss eingestellt. 

Am 2. Mai 1945 marschierten polnische Soldaten als Vorhut der Alliierten in den Ort ein. Häuser wurden nach Waffen und nationalsozialistischem Material durchsucht. Viele Einwohner hatten Angst. Mehrere polnische Zwangsarbeiter setzten sich jedoch schützend vor die Familien und verhinderten Plünderungen oder Gewalt. Ihrem mutigen Einsatz ist es zu verdanken, dass Schlimmeres ausblieb. 

In den Tagen nach dem Einmarsch fuhren zahlreiche Panzer und Militärfahrzeuge durch Vreschen-Bokel. Erst nach und nach kehrte Ruhe ein. Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht – der Krieg war auch hier zu Ende. 

* Verweis auf sein Grab möglich?

 

 

 

 

Bedeutung der Kriegsgräber 

Die hier bestatteten Soldaten und Zivilpersonen starben in den letzten Kriegstagen oder kurz danach – an Verletzungen, Erschöpfung oder den Folgen der Kampfhandlungen im Raum Apen. Diese Gräber erinnern und mahnen uns bis heute daran: 

 

• dass auch die Gemeinde Apen Teil des Kriegsgeschehens war 

• dass jeder Krieg Menschenleben kostet – oft fernab der großen Schlachtfelder 

• wie wertvoll Frieden und gegenseitiger Respekt sind 

 

Der Krieg fand auch hier statt – mit Schicksalen, die bis heute nachwirken.

 

 

 

Die Texte sind in einer Zusammenarbeit von:

 

Dr. Andreas von Seggern, Jever

Karl Janßen +, Apen

Jara Hasselder & Dr. Natalie Geerlings, Augustfehn

 

entwickelt und Zusammengeführt worden.

 

 

Kriegsgräber in Apen / War graves in Apen

 

Friedhof / Cementry in Augustfehn II

 


 

Brauer, Erich Hans
* 11 Jul 1923
+ 02 May 1945


Erich Hans Brauer wurde in Armadebrunn, Schlesien (heutiges Polen), geboren. Als
Verwaltungsgefreiter kämpfte er im Zweiten Weltkrieg im deutschen Heer und starb im Alter von
21 Jahren.

Erich Hans Brauer was born in Armadebrunn, Silesia (present-day Poland). As an administrative
corporal, he fought in the German army during World War II and died at the age of 21.

 


Friedhof / Cementry in Godensholt (8 Gräber)

 


 

Förster, W.
Geboren 31.07.1926
Gestorben 19.04.1945


Der Feldwebel W. Förster kämpfte und starb mit 18 Jahren kurz vor dem Ende des zweiten
Weltkrieges in der Nähe von Godensholt oder Edewecht.

Sergeant W. Förster fought and died at the age of 18 shortly before the end of the Second World
War near Godensholt or Edewecht.

 


 

Krause, Josef
* 27 Dec 1922
+ 28 Apr 1945


Josef Krause wurde in Steinsdorf, Kreis Neiße in Schlesien (heutiges Polen) geboren. Er war im
Zweiten Weltkrieg Soldat und starb mit 22 Jahren.

Josef Krause was born in Steinsdorf, Neisse District, Silesia (present-day Poland). He served as a
soldier in World War II and died at the age of 22.

 


 

Berg, Heinz
* 09 Nov 1926
+ 27 Apr 1945


Heinz Berg wurde in Paderborn geboren. Er wurde im Zweiten Weltkrieg als Gefreiter zur
deutschen Luftwaffe gezwungen und starb im Alter von 19 Jahren.

Heinz Berg was born in Paderborn. He was forced to served as a private in the German Air Force
during World War II and died at the age of 19.

 


 

Klimmek, Fritz
* 10 Jan 1926
+ 28 Apr 1945


Fritz Klimmek wurde in Sadunen, Johannisburg, Ostpreußen (heutiges Polen) geboren. Er half auf
einem Bauernhof, als er zum Gefreiten befördert und zum Kämpfen gezwungen wurde. Er starb mit
19 Jahren.

Fritz Klimmek was born in Sadunen, Johannisburg, East Prussia (present-day Poland). He was
helping on a farm when he was promoted to corporal and forced into combat. He died at the age of
19.

 


 

Unbekannter Soldat
+ April 1945


Dieser unbekannte Soldat starb gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wahrscheinlich in der Nähe
von Godensholt oder Edewecht.

This unknown soldier probably died near Godensholt or Edewecht towards the end of the Second
World War.

 


 

Buchhain, Otto
*14 Sep 1927
+ 28 Apr 1945


Otto Buchhain wurde in Berenbusch, Bückeburg, geboren. Er diente als Gefreiter und starb im Alter
von 17 Jahren.

Otto Buchhain was born in Berenbusch, Bückeburg. He served as a lance corporal and died at the
age of 17.

 


 

Kretzmar, Werner
* 18 Apr 1925
+ 30 Apr 1945


Werner Kretzmar wurde in Chemnitz geboren. Er war im Zweiten Weltkrieg Offiziersanwärter und
starb mit 20 Jahren.

Werner Kretzmar was born in Chemnitz. He was an Officer Candidate during the WWII and died
with 20 years.

 


 

Kölbinger, Franz
* 16 Dec 1927
+ 30 Apr 1945


Franz Kölblinger wurde in Kirschbaum, Ostpreußen (heutiges Polen) geboren. Er war Seemann im
Zweiten Weltkrieg und starb im Alter von nur 17 Jahren.

Franz Kölblinger was born in Kirschbaum, East Prussia (present-day Poland). He was a sailor in
World War II and died at the age of just 17.


 

Friedhof / Cementry in Nordloh (2 Gräber)

 


 

Rossow, Karl-Heinz
* 30 Jun 1925
+ 25 Apr 1945


Karl-Heinz Rossow wurde in Barkow (im heutigen Mecklenburg-Vorpommern) geboren. Er war
Seemann und fiel nach seiner Einsiedlung im 2. Weltkrieg im Alter von 19 Jahren.

Karl-Heinz Rossow was born in Barkow (in present-day Mecklenburg-Western Pomerania). He was
a sailor and died after being enlisted in World War II at the age of 19.

 


 

Schmidt, Franz
* 22 Nov 1926
+ 26 Apr 1945


Franz Schmidt wurde in Frankfurt am Main geboren und diente als Matrose. Durch den Verlust
seiner Beine verstarb er im Alter von 18 Jahren.

Franz Schmidt was born in Frankfurt am Main and served as a sailor. He died at the age of 18 due to
the loss of his legs.


 

Friedhof / Cementry in Vreschen-Bokel (2 Gräber) (1 Grab aus dem ersten Weltkrieg)

 


 

Grothmann, Herbert
* 20 Jul 1926
+ 02 May 1945


Herbert Grothmann war ein Konditor, der im Alter von 19 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam.

Herbert Grothmann was a confectioner that died for casuality at the age of 19.

 


 

Haas, Franz
* 30 Jan 1900
+ 27 Apr 1945


Franz Haas wurde in Regensburg geboren. Er war mit Franziska Saller verheiratet und hatte fünf
Kinder. Als Stabsgefreiter wurde er in Edewecht zum Kampf eingesetzt und verwundet. Er erlitt
einen Steckschuß durch die linke Hüfte mit Verletzung der Wirbelsäule. Kameraden trugen ihn auf
einem Türblatt zu Fuß zur Schule in Vreschen-Bokel, wo sich der Hauptverbandsplatz befand. Hier
verstarb er an den Folgen seiner Verletzungen.

Franz Haas was born in Regensburg. He was married to Franziska Saller and had five children. As a
corporal, he was deployed to combat in Edewecht and was wounded. He suffered a bullet wound
through his left hip, injuring his spine. Comrades carried him on foot, crossing a door panel, to the
school in Vreschen-Bokel, where the main first aid station was located. There he died from his
injuries.

 


 

Nett, Friedrich Wilhelm
* 05 Sep 1898
+ 06 Dec 1917


Friedrich Wilhelm Nett war der Sohn von Eilert Janßen Nett und Margareta Antjelina Schmidt. Er
wurde in Apen geboren und war verheiratet. Im ersten Weltkrieg war er als Jäger tätig und verstarb
im Alter von 19 Jahren an einer Krankheit.

Friedrich Wilhelm Nett was the son of Eilert Janßen Nett and Margareta Antjelina Schmidt. He was
born in Apen and was married. He served as a hunter during World War I and died of an illness at
the age of 19.

 

 

 

Quellen und Mithilfe

 

Für die Recherche der persönlichen Informationen zu den 14 Soldaten der Gräber auf den 4 Aper Friedhöfen wurden folgende Quellen ausgewertet:

Ortsfamilienbuch (OFB) der Gemeinde Apen

Eine Online-Datenbank, die seit 2022 von der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde (OGF) unterhalten wird. Diese Sammlung umfasst mittlerweile über 53.000 Personendatensätze, unter anderem die der 14 Soldaten

https://ofb.familienkunde-oldenburg.de   

Autor dieses Werks und verantwortlich für die Daten zu den Soldaten ist
Jens Delger.

FindAGrave

Eine Online-Datenbank, die eine Sammlung von Informationen sowie Fotos von Grabstellen und Friedhöfen (auch international) zur Verfügung stellt.

Seit 2018 haben Jane und Jens Delger die Grabstellen aller Friedhöfe der Gemeinde Apen aufgenommen (auch fotographisch), unter anderem die der 14 Soldaten, und sukzessive durch Daten aus anderen Quellen ergänzt.

https://de.findagrave.com       

Primärquellen

Als Sammlungen basieren obige Werke sowie die Informationen dieser Web-Seiten auf folgenden Primärquellen

  • Gemeindeverwaltung Apen:
    Liste der Soldatengräber
  • Gemeindeverwaltung Apen:
    Personenstandsregister (insb. Sterberegister). Archiviert im Niedersächsischen Landesarchiv Oldenburg
  • Ev.-luth. Kirchengemeinde Apen:
    Kirchenbücher (insb. Sterberegister). Archiviert und digitalisiert vom
    ev.-luth. Landeskirche Oldenburg; online verfügbar im Portal Archion:
    https://www.archion.de/de/alle-archive/niedersachsen/archiv-der-evangelisch-lutherischen-landeskirche-oldenburg/apen
               
  • Röm.-kath. Kirchengemeinde Augustfehn:
    Kirchenbücher (insb. Sterberegister). Archiviert und digitalisiert vom Bischöflich Münstersches Offizialat (Vechta) ; online verfügbar im Portal Matricula:
    https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/vechta/augustfehn-st-johannes-der-taeufer
               
  • Volksbund:
    Volksbund Gräbersuche online mit der Aufnahme von inzwischen über
    5.400.000 Kriegstoten und Vermissten:
    https://www.volksbund.de/erinnern-gedenken/graebersuche-online
               
  • Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene (WASt):
    Kartei der Verlust- und Grabmeldungen gefallener deutscher Soldaten 1939-1945 (-1948), Bundesarchiv B 563-2 Kartei. Berlin: Deutsches Bundesarchiv.
    Das Bundesarchiv hat die digitalisierte Kartei der WAst dem Portal ancestry.com für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:
    https://www.ancestry.de/search/collections/61641
              
  • private Auskünfte und Unterlagen:
    Die mitunter wichtigste Quelle sind Auskünfte von Familienangehörigen und Zeitzeugen, zumal wenn Informationen/Eindrücke nicht exakt dokumentarisch erfassbar sind.
  • Archiv der Geschichtswerkstatt der Gemeinde Apen:
    Eine noch im Aufbau befindliche Fundgrube besonders für Quellen der vorgenannten Art.

Mithilfe    

Die Daten zu den Soldaten in den 14 Gräbern sind oft spärlich.
Falls Sie, lieber Besucher unser Friedhöfe oder dieser Web-Seiten, Ergänzungen zu den Informationen der Soldaten oder den Quellen machen können, möchten wir Sie bitten, Kontakt zu uns aufnehmen.

Die von uns unterhaltenen Webseiten, sowie die o.g. Familiendatenbank und FindAGrave werden wird dementsprechend ergänzen.

Falls Sie überdies Interesse haben, an Familiendatenbank, FindAGrave, Geschichtswerkstatt mitzuwirken, wenden Sie sich bitte auch an uns.

 

Jens Delger                                                                Geschichtswerkstatt / Frank Zahn
Sanddornweg 19                                                      frzahn55@gmail.com
26689 Apen                                                               Gemeinde Apen
Jens.Delger@t-online                                               gemeinde@apen.de

 

 

 

Workcamp „Gegen das Vergessen“

Vom 16.08.2025 bis 30.08.2025 in Nordloh, Apen

Was ist ein Workcamp?

Ein Workcamp ist ein Ort, an dem du andere Kulturen kennenlernen und bedeutsame und
sinnstiftende Momente mit Menschen teilen kannst, von deren Existenz du gar nichts
wusstest. Es ist ein Ort, an dem Teilnehmer aus verschiedenen Ländern zusammenkommen,
um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.

Zu diesem Workcamp kamen zwölf 12 Personen aus 6 Nationen zusammen. Dies waren 2
Personen aus der Türkei, 1 Person aus Japan, 4 Personen aus Spanien, 1 Person aus Mexiko, 1
Person aus der Tschechischen Republik und 3 Personen aus Deutschland. Zwei junge Frauen
aus dieser Gruppe, aus Deutschland und Spanien, führten als Teamerinnen durch das
Workcamp.

Projektarbeit während des Workcamps:

In fast allen Orten Deutschlands gibt es Grabstätten aus dem Zweiten Weltkrieg, die an die
Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnern. So auch in der Gemeinde Apen im
Ammerland. Auf verschiedenen kleinen Dorffriedhöfen sind 14 Gräber von Soldaten im Alter
von 17 bis 21 Jahren erhalten, die wenige Tage vor Kriegsende starben. Diese Gräber wurden
restauriert und instand gesetzt. Zu den Aufgaben gehörten die Reinigung der verwitterten
Steine und eine Neugestaltung der Grabstätten. Unter Anleitung eines Historikers wurde
versucht, biografische Arbeit zu leisten, historische Recherche durchgeführt und die
Informationen für eine Homepage im Internet aufbereitet. Im Anschluss daran wurden unter
Anleitung eines Metallbauers Informationstafeln hergestellt und später auf den Friedhöfen
installiert. Mit Hilfe eines QR-Codes auf den Tafeln können Interessierte nun weitere
Informationen erhalten. Die Tafeln sollen mithelfen, für Gedenken, Erinnerung und
Friedenskultur zu sensibilisieren.

Das Seminarhaus Nordloh diente der Gruppe während des Workcamps als Unterkunft. Die ca.
6 bis 7 km zu den verschiedenen Einsatzorten wurden umweltfreundlich mit dem Fahrrad
zurückgelegt, welche vom Seminarhaus Nordloh kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.
 

Für weitere Informationen klicken Sie auf diesen Link:
https://www.ijgd.de/en/workcamps/workcamps-worldwide
https://www.seminarhaus-nordloh.de


Ein paar Stimmen von TeilnehmerInnen:

„Hallo! Mein Name ist Mizuki, ich bin 19 und komme aus Japan. Ich bin zum ersten Mal in
Deutschland. Ich liebe diesen Ort wirklich! Ich habe mich für dieses Workcamp beworben,
weil ich durch eigene Erfahrungen etwas über die Kriege in Deutschland lernen wollte. Ich
habe den Leuten zugehört, mir die Gräber und andere wichtige Gebäude angesehen und
gespürt, wie wichtig es ist, diese Geschichte zu bewahren. Die gesamte Erfahrung war
beeindruckend und wertvoll. Was mir am Workcamp am besten gefällt, ist der kulturelle
Austausch mit den anderen Teilnehmern. Wir wechseln uns bei der Hausarbeit ab, daher
haben wir viele Möglichkeiten, verschiedene Gerichte zu probieren! Könnt ihr euch
vorstellen, wie es ist, zwei Wochen mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu verbringen?
Es macht viel Spaß!“


„Hallo! Mein Name ist Oǧuz, ich bin 19 Jahre alt und komme aus der Türkei. Ich bin zum
zweiten Mal in Deutschland und wollte unbedingt an diesem Camp teilnehmen, weil mir das
Thema so wichtig war und ich mich frage, wie das Camp wohl sein wird. Mir hat vieles im
Camp gefallen. Ich liebe es zum Beispiel, neue Dinge auszuprobieren, die ich noch nie zuvor
ausprobiert habe. Neue Sprachen und Ausdrücke von meinen internationalen Freunden zu
lernen, neue Küchen auszuprobieren und an neue Orte zu reisen, macht mich sehr glücklich
und gibt mir das Gefühl, lebendig zu sein. Natürlich ist es am Anfang auch schwer, Englisch
zu sprechen, aber dieses Camp ist eine gute Möglichkeit, meinen englischen Wortschatz und
meine Sprechfähigkeiten zu verbessern. Wenn du dich zu Hause langweilst und etwas Neues
ausprobieren möchtest, gib diesen Workcamps einfach eine Chance.“


„Hallo! Mein Name ist Martí, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Spanien. Ich bin zum
dritten Mal in Deutschland und es war eine tolle Gelegenheit für mich. Besonders schätze
ich, dass wir Fahrräder haben, um uns in der Gegend fortzubewegen. Es macht Spaß und ist
toll, Touren zu unternehmen und die wunderschöne Landschaft dieser Region zu entdecken.
Ich bewerbe mich für dieses Workcamp, weil ich es interessant finde, den Zweiten Weltkrieg
aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.“


Workcamp „Against Forgetting“

From August 16, 2025, to August 30, 2025, in Nordloh, Apen

What is a work camp?

A work camp is a place where you can get to know other cultures and share meaningful and
enriching moments with people you never knew existed. It's a place where participants from
different countries come together to work on a common project.
Twelve people from six nations came together for this work camp. These included two people
from Turkey, one from Japan, four people from Spain, one from Mexico, one from the Czech
Republic, and three people from Germany. Two young women from this group, from
Germany and Spain, led the work camp as team leaders.

Project work during the work camp:

Almost every town in Germany has World War II gravesites that commemorate the victims of
war and tyranny. This is also the case in the community of Apen in the Ammerland region. In
various small village cemeteries, 14 graves of soldiers aged 17 to 21 who died a few days
before the end of the war have been preserved. These graves were restored and repaired. The
tasks included cleaning the weathered stones and redesigning the gravesites. Under the
guidance of a historian, biographical work was attempted, historical research was conducted,
and the information was prepared for a website. Following this, information panels were
manufactured under the guidance of a metalworker and later installed in the cemeteries. With
the help of a QR code on the panels, interested parties can now obtain further information.
The panels are intended to help raise awareness of commemoration, remembrance, and the
culture of peace.

The Nordloh seminar house served as accommodation for the group during the work camp.
The approximately 6 to 7 km to the various locations were covered in an environmentally
friendly manner by bicycle, which was provided free of charge by the Nordloh seminar
center.

For more information click on this link:
www.ijgd.de/en/workcamps/workcamps-worldwide
www.seminarhaus-nordloh.de
 

A few comments from participants:

Hello! My name is Mizuki, I`m 19, and from Japan. This is my first time to be in Germany. I
really love this place! I applied for this workcamp because I wanted to learn about the wars
in Germany through experiences. I listened to peoples, looked at the graves and other
important buildings, and felt the importance of maintaining this history. The entire
experience was impressive and precious. What I like the most about the workcamp is that I
can exchange cultures with the other participants. We take turns in basic housekeeping,
therefore we have a lot of opportunities to try different meals! Can you imagine how`s 2
weeks with people from different countries like? It`s a lot of fun!

 

Hi! My name is Oǧuz, i am 19 years old and i am from Turkey. This is my second time in
Germany and i wanted to join this camp because the camps theme was so important and i
wonder how this camp going to be like. In this camp i liked lots of things. For instance, i love
to do new things that i have never tried to do. Learn new language and phrases from my
international friends, try new cusines and travelling to new places makes me very happy and
makes me feel alive. Of course in the first time it is hard to talk english also, but this camp is
a good improver for my english vocab and speaking skills. If you are bored at home and want
to see something new for you, just give a chance to these workcamps.

 

Hello! My name is Martí, I am 17 and I come from Spain. This is my third time in Germany
and it has been an important opportunity for me. From my point of view, one of the things
that I appreciate is that we have bicycles to move around the zone. Then, it is so funny and
grate to take routes and be able to see the beautiful landscape that this region has. My
motivation to aply to this workcamp is beacuse I consider interesting to learn about the
second world war in another point of view.

 

 

 

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