Gebäudeeffienzplangesetz - „GlaubensRäume gestalten“
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Wir wollen die Glaubensräume in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zukunftsfähig
gestalten. Das erfordert rationale, mutige und kreative Entscheidungen, die
• den tatsächlichen Raumbedarf berücksichtigen und
• finanzierbare Lösungen schaffen für die Verwirklichung der Prioritäten:
Verkündigung des Evangeliums, Brücken in die Gesellschaft bauen, Schutz der
Schöpfung
Wir stehen in der Verantwortung, den Umgang mit unseren kirchlichen Gebäuden an den
Herausforderungen der „Einen Welt“ auszurichten. Das im März 2025 von der Synode der
oldenburgischen Kirche beschlossene Gebäudeeffizienzplangesetz (GePG) setzt die
Rahmenbedingungen für den vor uns liegenden Weg. Unter Effizienzgesichtspunkten
sollen alle Gebäude überprüft werden. Ziel ist es, 30 Prozent der Gebäudekosten bis zum
Jahr 2030 einzusparen. Dieser Prozess wird unter dem Motto "GlaubensRäume gestalten"
strukturiert in den sechs Kirchenkreisen der oldenburgischen Kirche auf den Weg
gebracht.
Quelle: GlaubensRäume gestalten – Kirche & Klimaschutz in Oldenburg - Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
GlaubensRäume gestalten - Aktuelles
Vor etwas mehr einem Jahr ist das Gebäudeeffizienzplangesetz (GePG) in Kraft getreten. Ziel dieses Gesetzes ist eine effizientere Nutzung der vorhandenen kirchlichen Gebäude sowie eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Gebäudebestands. Die Kosten der Gebäude sollen bis zum Jahr 2030 um mindestens 30 % und die Gebäude-Emissionen bis zum Jahr 2035 um 90 % verringert werden.
Gebäudebestand Kirchengemeinde Apen
Unsere Kirchengemeinde muss nun für die Gemeindehäuser, Pfarrhäuser, sowie die Kirchen und Kapellen einen Gesamtplan zur zukünftigen Gebäudenutzung aufstellen. Die Besonderheit in unserer Kirchengemeinde, im Vergleich zu anderen Kirchengemeinden, liegt darin, dass doppelte Strukturen vorliegen. So gibt es jeweils zwei Pfarrhäuser und zwei Gemeindehäuser in Apen und Augustfehn. Und in insgesamt fünf Kirchen und Kapellen finden abwechselnd und sogar oftmals zeitgleich Gottesdienste statt.
Erste Beratungen
Im Januar und im April dieses Jahres haben die Mitglieder des Gemeindekirchenrates daher gemeinsam beraten, ob und wie diese Gebäude zukünftig durch die Kirchengemeinde genutzt werden sollen und können. Es wurden Belegungs-pläne erstellt, um einen Überblick über die derzeitige Gebäudenutzung zu erhalten.
Standorte Nordloh und Godensholt
Die Kapellen in Nordloh und Godensholt werden nur sehr wenig genutzt. Um die Gebäude für das dörfliche Leben nutzbarer zu machen, wird derzeit für die beiden Kapellen versucht, Trägerschaften in den Ortsteilen zu finden. Deswegen haben in Nordloh und Godensholt in den letzten Monaten Gespräche mit den Friedhofsgemeinschaften und den Ortsbürgervereinen stattgefunden. Weitere Treffen mit Vertreter:innen der Kirchengemeinde und der örtlichen Vereine zur Klärung offener Fragen sind in Planung. Endgültig entschieden ist noch nichts.
Standort Vreschen-Bokel
Die denkmalgeschützte Kapelle in Vreschen-Bokel ist ein Schmuckstück in unserer Gemeinde. Hier finden neben den Gottesdiensten regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Außerdem wird die Kapelle in den Monaten der offenen Kirche sehr gerne von Einheimischen und Touristen für eine kurze Einkehr der Ruhe genutzt.
Standorte Apen und Augustfehn
Zwei Kirchen, zwei Gemeindehäuser und zwei Pfarrhäuser in zwei Orten, die so dicht beieinander liegen. Das bedeutet derzeit kurze Wege für die Menschen, die unsere kirchlichen Angebote nutzten. Aber wie sieht es in 10 oder 15 Jahren aus? Wie viele Kirchenmitglieder wird es in unserer Gemeinde dann noch geben? Die sinkende Zahl der Kirchenmitglieder (jährlich – 3 %) führt zu weniger Kirchensteuereinnahmen und das hat direkte Auswirkungen auf unsere Kirchengemeinde, da die uns zugewiesenen Kirchensteuerbeträge von Jahr zu Jahr sinken werden. Das engt unsere finanziellen Spielräume immer weiter ein.
Die denkmalgeschützte St.-Nikolai Kirche Apen ist in einigen Bereichen zwar sanierungsbedürftig und wird Kosten verursachen. Aber das stellt ihre Daseinsberechtigung in keiner Weise in Frage.
In beiden Gemeindehäusern finden viele Treffen und Veranstaltungen statt. Dennoch gibt es noch Kapazitäten für weitere Nutzungen; außerdem könnte eine Zusammenlegung der beiden Standorte geprüft werden.
Der Gemeindekirchenrat beschäftigt sich intensiv mit der Standortfrage in diesen beiden Orten. Wollen und können wir uns zwei Gemeindehäuser leisten? Wo setzen wir Schwerpunkte (thematisch oder örtlich) in der Gestaltung unseres Kirchenlebens? Auch hier sind noch keine Entscheidungen gefallen und die Beratungen werden fortgesetzt. Aktuell geht es um die Beurteilung der Bausubstanz der Gemeinde- und Pfarrhäuser, um ggfs. anstehende energetische Sanierungsmaßnahmen an diesen Gebäuden einschätzen zu können.
Wir werden Sie auch weiterhin offen und transparent zu diesem Thema informieren.
